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R U T T E R S H A U S E N :   J U B I L Ä U M   M I T   V I E L   M U S I K   U N D   B L I C K   N 

Lollar (vh). Wenn ein Verein wie der Gesangverein 1887 Ruttershausen sein 125-jähriges Jubiläum feiert, wird in der Regel auch eine umfangreiche Rückschau auf die Vergangenheit gehalten. In Ruttershausen hat der Jubelverein darauf verzichtet. Vorsitzender Peter Uth erklärte: »Wir wollen doch in die Zukunft blicken.«

Ein optischer und musikalischer Blick ins Gründungsjahr: der Junge Chor in historischen Kostümen. (Fotos: vh) Das bedeutete am Samstagabend im voll besetzten Gemeinschaftshaus einen »ganz großen Bahnhof« mit vielen Gastchören, prominenten Rednern und einem viereinhalbstündigen Mammutprogramm ohne Pause. In Ruttershausen, wo der Karneval eine feste Größe ist, versteht man sich aufs Feiern.

Und die Sache mit dem historischen Rückblick managte der Geburtstagschor kreativ. Zunächst indem Moderator Marco Brück (erster Kassierer) in Frack und Zylinder nur wenige markante Gegebenheiten aus dem Gründungsjahr benannte. Dann schickte er den Jungen Chor des Gesangvereins mit zwei Liedbeiträgen aus der Zeitraum um 1887 auf die Bühne: »Erlaube mir feins Mädchen« und »Kein schöner Land«. Dazu trug man historische Kostüme.

Auch der sonst übliche Ehrungsreigen fehlte. Bis auf die Ausnahme, dass Oswald Röhrsheim für zwei Verdienste gewürdigt wurde, die schon aus dem Rahmen fielen. Er singt seit 60 Jahren im Chor und hat 32 Jahre Vorstandsarbeit geleistet: Anlass für eine offizielle Würdigung durch Claus Schmidt, den Vorsitzenden des Sängerkreises Gießen.

Schmidt sprach auch ein Grußwort. Ein Fest dieser Größenordnung sei früher noch auf der grünen Wiese mit viel »Tamtam« begangen worden. Heutzutage sei das nicht mehr unbedingt üblich aber wer deshalb die Zukunft des Chorsingens schwarz reden wolle, der kenne die sängerische Landschaft des Landkreises nicht: junge Chöre allerorten. Das Problem sei nicht das Singen, sondern das Repertoire. Wollten die Gesangvereine fortbestehen, müsse ein Umdenken einsetzen. Jedenfalls dort, wo das bisher fehlte.

Über Strategien fachsimpelte Schmidt nachher am Tisch mit Konrad Bender, einem der Vorstandsreferenten des Hessischen Sängerbundes, der ebenfalls ein Grußwort sprach. Bender nannte Kunst und Musik als für eine menschliche Zivilisation unverzichtbar. Sie erfüllten soziale Aufgaben bei der Persönlichkeitsentwicklung. Gefordert seien Kindergärten und Grundschulen, also die prägende Lebensphase, wo in der Tat meistens zwar musiziert aber eben kaum noch gesungen werde. Bender rief voller Begeisterung dem Publikum zu: »Singen hat Zukunft.« Für den Jubelchor gab es ein Liedgeschenk in Form von Notenblättern für 40 Singstimmen.



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